Mittwoch, 23. Januar 2013

Schatz, ich bin wieder schwanger!

Huhu, ich melde mich hier live aus der Krone einer Palme! Und zwar von ganz oben! Mein Mann hat mich hier herauf gebracht. Er und zwei Freunde, die mal wieder ein haarsträubendes Gespräch geführt haben. Mein Mann war so leichtsinnig mir davon zu erzäheln:




Ich hatte ja schonmal von Alex erzählt. In vier Wochen kommt nun also der Nachwuchs. Und dann ist da noch S. (Vater von zwei Kindern, 3 und 5) Die drei Freunde sprachen mal wieder über ihre Kinder. S. beklagte sich, weil seine Frau ein drittes Kind möchte, er aber nicht. er äfft seine Frau nach, die ihm zu Hause regelmäßig verkündet: "Wir haben das Haus damals ausdrücklich für drei Kinder gebaut! Hast Du selbst gesagt!"

Dazu kann auch Alex etwas beitragen: Seine Frau möchte gerne zwei Kinder, er selber nur eins. Und mein Mann? Freut sich auf Nummer 2 und hat mir klar gesagt, dass er kein drittes Kind möchte.



Nun wäre es ja ok, wenn die drei da rumsitzen würden und jammern, weil sie zu Hause einige unangenehme Gespräche erwarten, weil ihre Frauen mehr Kinder wollen, als sie selber. Nee, die regten sich auf und bemitleidetetn sich, weil die Frau in der Sache am längeren Hebel sitzt und man ja nun davon ausehen müsse, dass jeder von ihnen ein weiteres Kind von der Frau "aufgedrückt" bekommt. Frauen werden ja in diesen Fällen gerne einfach mal "aus Versehen" schwanger.



Zuerst war ich nur amusiert. Im Laufe des Tages fand ich die Sache aber immer schlimmer.



Wie in den meisten Familien sind es bei allen drei "Betroffenen" die Frauen, die sich im Wesentlichen um die Versorgung kümmern. Die Frauen der beiden Kollegen sind oder gehen wie ich in Teilzeit, sie bleiben im Krankheitsfall zu Hause, sie haben die Organisation in ihren Händen, von den U-Untersuchungen über die Ausstattung in der Kita bis zur Sicherstellung einer regelmäßigen Ernährung. Sie bringen die Kinder Abends in Bett… was erzähl ich Euch? Ihr wißt bescheid! Wenn also die ganze Arbeit im Wesentlichen an den Frauen hängt, während die Männer relativ unbehelligt ihren Karrieren und Hobbies weiter nachgehen können- wieso können wir Frauen dann nicht auch entscheiden, wie viele Kinder wir uns zutrauen? S.hat keine Lust, mit den schlaflosen Nächten wieder von vorne zu beginnen, sagt er. Ja, das ist ärgerlich, wenn man mal kurz aufwacht, weil die Frau zum Stillen unverschämterweise das Licht angemacht hat…



Noch haarsträubender fand ich allerdings das Frauenbild, das die drei da so ganz ohne rot zu werden propagieren. Denken die allen Ernstes, wir ziehen die so über den Tisch? Im Leben käme ich nicht auf diese Idee. Wir sind ein Paar! Gleichberechtigt! Wir treffen doch wohl die wichtigen Entscheidungen gemeinsam! Nachdem wir darüber gesprochen, im Zweifel diskutiert und uns am Ende geeinigt haben! Oder muss ich jetzt Angst haben, dass mein Mann nach Hause kommt und verkündet: Übrigens, wir ziehen nach Alaska und Dein Auto hab ich auch verkauft??



Die Männer, mit denen wir verheiratet sind, halten uns für hinterhältige Gebärmaschinen!

So viel männliche Arroganz, so viel Machogehabe muss bestraft werden.

Da fällt mir eigentlich nur eins ein…



Eure Mia

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